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'Schreckliche Leben sind der größte Glücksfall', schreibt die 16jährige Mifti in ihr Tagebuch. Seit dem Tod ihrer Mutter lebt sie in Berlin, und als 'pseudo-belastungsgestörtes' Problemkind durchläuft sie nach 'Jahren der Duldungsstarre' gerade eine extrem negative Entwicklung.
Obwohl intelligent und gut situiert, nimmt sie Drogen, verweigert die Schule und hat sogar Argumente dafür. Anstatt sich an Konventionen abzuarbeiten hinterfragt und analysiert sie nämlich permanent die gesellschaftliche Situation, in der sie sich befindet. Sie wohnt bei ihren wohlstandsverwahrlosten Halbgeschwistern und ihr Vater steckt noch immer in seiner frühkindlichen Allmachtsphase. Freiheit und Selbstzerstörung fallen zusammen und Mifti entlarvt in ihren von Wahn und Genie geprägten Zwischenwelten Sprache, Lebensentwürfe und Vorgegebenheiten der Erwachsenen. Sie kokettiert mit ihrer Kaputtheit und sucht im 'allgemeinen Dahinschimmeln' nach einem Zugriff auf ihr eigenes Leben.
Der siebzehnjährigen Helene Hegemann ist ein sprachmächtiges, kluges Debüt über einen Zustand gelungen, in dem Traum, Alptraum und knallharte Realität nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind.
http://www.berlinerliteraturkritik.de/detailseite/artikel/romandebuet-ei...
Pressestimmen:
»An ‚Axolotl Roadkill’ werden sich dieses Jahr wohl alle deutschsprachigen Debüts messen lassen müssen.«
Der Tagesspiegel / Nadine Lange / 23.01.2010
»Ein deutsches Romandebüt mit einer solchen Kraft hat es lange nicht gegeben.«
FAS / Maxim Biller / 24.01.2010
»Das Buch ist phänomenal. Und die Autorin ist ein Phänomen.«
Süddeutsche Zeitung / Georg Diez / 23.01.2010
»Von einer großen Suchbewegung getrieben, voll treffender Beobachtungen und überraschender Gedanken.«
Der Spiegel / Tobias Rapp / 18.01.2010
»Verblüffend klug, angenehm grotesk und herrlich sprachgewandt.«
Die Welt / Cosima Lutz / 20. 01.2010
»Ein Kugelblitz in Prosaform und Prosasprache«
Die Zeit / Ursula März / 21.01.2010
»’Axolotl Roadkill’ kann man als großen Coming-of-age-Roman der Nullerjahre lesen.«
FAZ / Mara Delius / 22.01.2010
»Die erst sechzehnjährige Helene Hegemann erzählt mit beeindruckender Unbeirrbarkeit und getreu dem bekannten Godard-Ausspruch, ein Film müsse einen Anfang, eine Mitte und ein Ende haben, wenn auch nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.«
Die FAZ zum Film Torpedo